Buch Wien
Drei Fragen an Myriam Lang
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Vom 12. bis 16. November findet wieder die Buch Wien statt. Sie ist das wichtigste Ereignis der österreichischen Buchbranche und lockt Hunderte Verlage aus vielen Nationen an. Auch der SBVV ist wieder mit einem Schweizer Gemeinschaftsstand in der Alpenrepublik vertreten. Myriam Lang, Leiterin Messen und Promotion, wird ebenfalls vor Ort sein. Kaum ist die Frankfurter Buchmesse Geschichte, geht’s nach Österreich. Freuen Sie sich auf die Buch Wien? Myriam Lang: Darauf freue ich mich jedes Jahr. Das Programm ist immer spannend und vielseitig. Dasselbe gilt jeweils für das Publikum. Es macht viel Freude, am Schweizer Gemeinschaftsstand Bücher zu präsentieren und zu verkaufen! Ausserdem freuen wir uns auf einen tollen Schweizer Abend für österreichische Buchhändlerinnen und Buchhändler in der Residenz der Schweizer Botschaft mit der Autorin Katja Früh sowie den Autoren Samuel Schuhmacher und Peter Stamm. Was erwartet die Besucherinnen und Besucher am Gemeinschaftsstand? Viele interessante Schweizer Verlage – darunter auch zwei, die sich in Wien zum ersten Mal präsentieren: vatter & vatter und zeitkind. Zahlreiche Autorinnen und Autoren aus Schweizer Verlagen werden auf den unterschiedlichen Bühnen auftreten. Bei uns am Stand kann das Publikum viele Bücher entdecken und kaufen. Wie viele Autorinnen und Autoren aus der Schweiz sind dieses Jahr dabei? Insgesamt sind es 16 Autoren, Autorinnen sowie Illustratorinnen, Illustratoren mit einem Schweizer Bezug. Entweder publizieren sie in einem Schweizer Verlag – oder sie leben und schreiben beziehungsweise illustrieren in der Schweiz.
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| Myriam Lang an der Buch Wien 2024. Foto: Deborah Amolini |
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Elena Appel. Foto: zVg
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Weiterbildung |
Verkaufstraining für Buchhändler Dienstag, 20. Januar 2026, 9.15 bis 17 Uhr Anmeldeschluss: 13. Januar 2026 Es ist wichtig, das eigene Kommunikations- und Verkaufsverhalten regelmässig zu reflektieren, um neue Wege, Instrumente und Kanäle zu finden, die den anspruchsvollen Zielen gerecht werden: der Kundschaft ein besonderes Kauferlebnis zu bieten und durch eine individuelle Ansprache auf ihre Erwartungen einzugehen. In diesem Training befassen sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Gesprächs- und Verkaufssituationen, auch schwierigen. Es gibt einen Impulsvortrag, Rollenspiele, videogestütztes Training, Übungen mit Fallbeispielen sowie Rückmeldungen von den Teilnehmenden und der Referentin. Am Ende des Trainings sind die Teilnehmenden in der Lage, ihr eigenes Kommunikations- und Verkaufsverhalten zu reflektieren sowie Gesprächsführungstechniken und -instrumente für eine individuellere Kundenansprache anzuwenden. Sie wissen zudem, worauf es vor allem in schwierigen Gesprächssituationen ankommt. Als Referentin fungiert Elena Appel. Sie verantwortet am mediacampus frankfurt den Bereich «Fachwirte und offenes Seminarprogramm». Zudem ist sie Referentin Berufsbildung beim Börsenverein und für die Frankfurter Buchmesse. Als ausgebildete Trainerin unterstützt sie Mitarbeitende der Buchbranche in den Themen rund um Karriere und Kommunikation. Was können die Teilnehmenden am Kurstag erwarten? Elena Appel: Raum für die eigene Entwicklung und die Möglichkeit, einfach einmal etwas auszuprobieren: Wie kann vielleicht eine Frage in einem Kundengespräch mal anders lauten? Wie wirke ich auf meine Kundschaft? Wie haben Sie den letzten Kurstag erlebt? Gab es etwas, das Sie besonders beeindruckt hat? Ich fand es grossartig, mit welcher Neugierde die Teilnehmenden mitmachten. Sie hatten viel Lust, alte Muster zu hinterfragen, und sie zeigten tolle Verkaufsgespräche im Rollenspiel. |
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Lena Rohner in ihrer Lehrbuchhandlung. Foto: zVg
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Frankfurter Buchmesse Zwei Fragen an die Lernende Lena Rohner |
Lena Rohner befindet sich im zweiten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur Buchhändlerin EFZ. Sie arbeitet bei Lüthy im Glattzentrum in Wallisellen. Im Rahmen des überbetrieblichen Kurses (üK) war sie dieses Jahr an der Frankfurter Buchmesse dabei. Was beeindruckte Sie am Messebesuch am meisten? Lena Rohner: Zum einen die enorme Grösse des Messegeländes. Ich hatte schon gehört, dass die Buchmesse weitläufig und gross ist, aber die tatsächliche Erfahrung vor Ort war noch viel beeindruckender, als ich es mir vorgestellt hatte. Das Gelände erstreckt sich über mehrere Hallen und Flächen, und es scheint, als ob man in eine eigene Welt eintaucht. Besonders gefreut hat mich natürlich, die unzähligen Bücherfans aus aller Welt zu sehen. Es war einfach faszinierend mitzuerleben, wie sich diese riesige Community inmitten von so vielen Büchern versammelt hat. Waren Sie das erste Mal an der Frankfurter Buchmesse? Ja, und es war eine wirklich tolle Erfahrung. An die Lernenden, welche dieses Erlebnis noch vor sich haben: Ihr könnt euch sehr darauf freuen! Und auch alle anderen, welche die Chance bekommen, an die Buchmesse zu gehen, sollten diese unbedingt nutzen. Die Buchmesse ist eine grossartige Gelegenheit, die Welt der Bücher und Verlage hautnah zu erleben. |
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| Diese Lernenden waren dieses Jahr in Frankfurt an der Buchmesse. Foto: Deborah Amolini |
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Historischer Umzug
Neues Domizil für Verlagshaus Schwellbrunn
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Das Verlagshaus Schwellbrunn, zu dem auch der Appenzeller-Verlag, der Toggenburger-Verlag, der orte-Verlag und die edition punktuell gehören, zieht von Schwellbrunn nach Herisau. Die neue Adresse lautet ab dem 24. November Windegg 5. Dort befindet sich ein ganz besonderes Gebäude: Es ist das ehemalige Wohnhaus des Herisauer Kunstmalers Luigi Grigoletti (1887–1939). Das weit über 300-jährige Haus ist mit einzigartigen Malereien an der Fassade sowie in einigen Räumen geschmückt. In seinem Blog schreibt der Appenzeller-Verlag: «An diesem geschichtsträchtigen Ort können wir künftig kreativ arbeiten. Aber lieber nicht nur im stillen Kämmerlein: Wir werden zu ausgewählten kulturellen Veranstaltungen einladen und wollen Raum für Begegnungen und Dialog schaffen.» Auch der Verlagsladen zügelt mit nach Herisau und wird künftig über eine gemütliche Leseecke verfügen.
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Schweizer Erzählnacht
Durch die Zeit reisen
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Am 14. November öffnen sich in der ganzen Schweiz die Türen von Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen, Gemeinschaftszentren, Museen und anderen Kulturinstitutionen für die Schweizer Erzählnacht. Das Leseförderungsprojekt des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) in Zusammenarbeit mit Bibliomedia Schweiz und Unicef gehört mit mehr als 700 Veranstaltungen zu den grössten Kulturanlässen des Landes und feiert dieses Jahr sein 30-Jahr-Jubiläum. Das diesjährige Motto ist «Zeitreise». Wie es in einer Mitteilung heisst, soll es dazu einladen, «Bücher als Vehikel zu nutzen, um in die Vergangenheit oder die Zukunft zu reisen». Eingeladene Erzählerinnen und Erzähler aus unterschiedlichen Generationen könnten zum Beispiel aus ihrem Leben berichten und Einblicke in gelebte Geschichten geben. Das SIKJM unterstützt Veranstalterinnen und Veranstalter bei der Vorbereitung mit Tipps, Anregungen sowie Medienempfehlungen und bietet Plakate und Buchzeichen zum aktuellen Motto an. Auf der Website des Instituts können Interessierte ihre Veranstaltung anmelden.
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| Das Plakat der Erzählnacht 2025, gestaltet vom Deutschschweizer Illustrator Luigi Olivadoti. |
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Buchzentrum
BZ-Börse mit Neuerungen
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Am Samstag und Sonntag, 24. und 25. Januar 2026, lädt das Buchzentrum in Hägendorf jeweils von 9 bis 17 Uhr zur Börse ein. Der Anlass bietet Raum für Austausch, Inspiration und persönliche Begegnungen – mit spannenden Inputs, individueller Beratung und exklusiven Einblicken hinter die Kulissen des BZ-Lagers. An der BZ-Börse können Vertreterinnen und Vertreter des Schweizer Buchhandels konzentriert an einem oder zwei Tagen das Frühjahrsprogramm einkaufen und Werbemassnahmen planen – ganz ohne vorgängige Terminvereinbarung. Neu mit dabei sind die BZ-Einkäuferinnen, die exklusiv zwei besonders attraktive Sortimente vorstellen: English Books für ein gezieltes Ausbaupotenzial und neue Kundengruppen sowie das Spiele-Sortiment mit kreativen Ideen für umsatzstarke Spieleevents. Anmeldungen sind noch bis zum 28. November über die Website des Buchzentrums möglich. Wer von weither anreist, kann auf Wunsch ein Zimmer im Hotel Astoria in Olten reservieren – einfach im Anmeldeformular unter «Bemerkungen» angeben.
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Literaturtage Zofingen
Mitten in den Philippinen
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Die 18. Literaturtage Zofingen gingen am Wochenende erfolgreich über die Bühne – mit den Philippinen als Gastland und zahlreichen spannenden Themen. Im vollbesetzten Stadthaussaal bedankte sich der aus Bern angereiste philippinische Botschafter Bernard Faustino Dy für die Möglichkeit, die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt seines Lands in der Schweiz zu präsentieren. Die Bühnengespräche, Lesungen und Podien am Samstag und Sonntag zogen jeweils zuweilen über 100 Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Deutschschweiz an. Die Diskussionen und vorgestellten Bücher beleuchteten sowohl aktuelle Geschehnisse auf den Philippinen als auch das Verhältnis des Inselstaats zur Schweiz und zum Westen. Neben Themen wie der Situation philippinischer Pflegekräfte standen aber auch kulturelle Vielfalt, lokale Traditionen und politische Krisen im Fokus.
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| Die Kulturgäste aus den Philippinen mit Botschafter Bernard Faustino Dy (5. von links) und dem Organisationsteam. Foto: Melanie Hadam |
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Weltweiter Aufruf
IBBY und Unesco suchen Bücher in indigenen Sprachen
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Das International Board on Books for Young People (IBBY) mit Sitz in Basel und die Unesco rufen gemeinsam dazu auf, Bücher für junge Leserinnen und Leser in indigenen und vom Aussterben bedrohten Sprachen einzureichen. Ziel der Initiative ist es, die sprachliche Vielfalt in der Kinder- und Jugendliteratur zu fördern und bedrohte Sprachen sichtbar zu machen. Wie es in einer Mitteilung von IBBY heisst, sind weltweit rund 40 Prozent der etwa 7000 Sprachen vom Verschwinden bedroht – eine Entwicklung, die besonders indigene Gemeinschaften betrifft. Im Rahmen der von der Uno ausgerufenen Internationalen Dekade der indigenen Sprachen (2022–2032) sammelt die IBBY-Unesco-Initiative bemerkenswerte Kinder- und Jugendbücher, die in solchen Sprachen verfasst oder zweisprachig publiziert wurden. Eingereicht werden können Werke, die zwischen Januar 2018 und Dezember 2025 erschienen sind und durch Sprache, Inhalt oder Gestaltung zur Stärkung indigener Identitäten beitragen. Die detaillierten Kriterien sind auf der Website von IBBY aufgeschaltet. Die ausgewählten Titel werden von einem internationalen Expertengremium bestimmt und im August 2026 am 40. IBBY-Weltkongress in Ottawa vorgestellt. Die Einreichungsfrist läuft noch bis zum 15. Dezember.
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Booker Prize
Neu auch für Kinderbücher
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Das Duo der renommierten Booker-Preise – Booker Prize for Fiction und International Booker Prize – wächst zum Trio: Ab 2027 wird zusätzlich der Children’s Booker Prize vergeben: eine neue Auszeichnung für herausragende erzählerische Kinderbücher für Acht- bis Zwölfjährige. Auch Werke, die ins Englische übersetzt wurden, können eingereicht werden. Der Preis ist mit 50’000 Pfund dotiert und wird von der gemeinnützigen AKO Foundation unterstützt. Offiziell eingeführt wird er 2026, bevor er ab 2027 jährlich verliehen wird. Ziel ist es, künftige Klassiker der Kinderliteratur zu würdigen und neue Lesebegeisterung zu wecken. Dafür sollen mindestens 30’000 Exemplare der nominierten und prämierten Bücher verschenkt werden, damit mehr Kinder weltweit Zugang zu herausragender Literatur erhalten. Die Auswahl trifft eine kombinierte Erwachsenen- und Kinderjury. Den Vorsitz übernimmt der britische Autor und aktuelle Waterstones Children’s Laureate Frank Cottrell-Boyce. Die Shortlist mit acht Titeln und die drei Kinderjuroren werden im November 2026 veröffentlicht, die Preisverleihung folgt im Februar 2027.
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Stadt Zürich
Kulturelle Auszeichnungen an Literaturschaffende
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Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch überreicht am 21. November im Kaufleuten die diesjährigen kulturellen Auszeichnungen der Stadt Zürich. In den fünf Fördersparten werden 21 Kulturschaffende und drei Kollektive mit Werkjahren und Auszeichnungen in der Höhe von insgesamt 711’000 Franken ausgezeichnet. Zudem wird die Auszeichnung für besondere kulturelle Verdienste überreicht. Im Bereich Literatur werden folgende Auszeichnungen vergeben: Werkjahr (je 48’000 Franken) - Nelio Biedermann
- Silvio Blatter
- Mike Mateescu
- Nora Osagiobare
- Werner Rohner
- Ivna Žic
Literarische Auszeichnung der Stadt Zürich von je 10’000 Franken - Usama Al Shahmani für «In der Tiefe des Tigris schläft ein Lied» (Limmat)
- Dorothee Elmiger für «Die Holländerinnen» (Hanser)
- Urs Faes für «Sommerschatten» (Suhrkamp)
- Katharina Geiser für «Die Wünsche gehören uns» (Jung & Jung)
- Annette Hug für ihre Übersetzungs- und Vermittlungsarbeit rund um die philippinische Literatur
- Julian Schütt für sein Werk «Max Frisch. Biographie einer Instanz» (Suhrkamp)
- Ulrike Ulrich für «Zeit ihres Lebens» (Berlin)
- Limmat-Verlag für 50 Jahre verlegerische Tätigkeit
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Eva Rottmann. Foto: Sabina Bösch
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Weitere Auszeichnung für «Fucking, Fucking schön» Zwei Fragen an Eva Rottmann |
Die in Zürich lebende deutsche Autorin Eva Rottmann kann sich freuen: Ihr Buch «Fucking, Fucking schön», erschienen 2023 bei Jacoby & Stuart, wurde mit dem diesjährigen Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, ein Kooperationsprojekt der Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit und der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse Saarbrücken e.V. Die zweite Preisträgerin ist Raphaëlle Calande. Sie gewinnt die Auszeichnung mit «Les mille vies d’Ismaël» (UD-Union Distribution). Beide Preisträgerinnen erhalten je 6000 Euro. Für Eva Rottmann ist dieser Preis eine von mehreren Ehrungen, die sie für dieses Buch erhielt: Letzten Dezember gab es den Luchs des Monats von Die Zeit und Radio Bremen sowie den Luchs des Jahres, dieses Jahr den Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis, eine Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis sowie einen Anerkennungsbeitrag des Kantons Zürich. Was bedeutet es Ihnen, dass Sie für dieses Buch schon so viele Auszeichnungen erhalten haben? Eva Rottmann: Preise bedeuten, dass Bücher stärker wahrgenommen werden. Ich werde öfter für Lesungen angefragt, die Bücher werden Schullektüre und so weiter. Das ist toll, und ich freue mich darüber. Was glauben Sie: Weshalb erhält gerade dieses Buch eine so breite Anerkennung? Kann schon sein, dass das Buch ein bisschen in eine Lücke zielt. Es gibt heute viel Information über Sex – sehr viel gute Information auch, etwa im Internet oder in sehr tollen Aufklärungsbüchern. Aber was mich interessiert hat, ist: wie geht es Jugendlichen, die dieses Feld gerade erst für sich entdecken? Wie fühlen sie sich? Was sprechen sie aus? Was sprechen sie nicht aus? Ich glaube, darüber wird nicht so viel geredet und geschrieben. Jugendliche – und auch Erwachsene! – haben, wenn es um Sexualität geht, oft Mühe, Unwissen und Verletzlichkeit zu zeigen. Es gibt sehr viel Perfomancedruck in diesem Gebiet, sage ich mal. Sexualität ist aber Kommunikation, wie jede andere zwischenmenschliche Interaktion auch. Und wenn die Kommunikation fehlt, kann es schwierig, missverständlich und im schlimmsten Fall auch grenzüberschreitend werden. Ich glaube, die Geschichten im Buch können den Lesenden einfach zeigen, dass andere Leute genauso unsicher und planlos sind wie sie selbst. Und das entlastet vielleicht. Es ist kein Aufklärungsbuch, es ist Literatur. Aber es kann schon sein, dass das Buch darum viel Aufmerksamkeit bekommen hat, weil es dieses Thema auf eine andere Art untersucht. |
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NDR Sachbuchpreis
Das ist die Shortlist
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Aus den zehn Titeln der Longlist wählte die Jury des NDR-Sachbuchpreises drei Werke für die Shortlist aus. Die Auszeichnung ist mit 15’000 Euro dotiert. Die Nominierten: - «Leben und Sterben. Die grossen Fragen ethisch entscheiden» von Alena Buyx (S. Fischer)
- «Kornblumenblau: Der geheimnisvolle Tod meines Grossvaters 1945 und die Frage, was er mit den Nazis zu tun hatte» von Susanne Beyer (DVA)
- «Unversehrt. Frauen und Schmerz» von Eva Biringer (Harper Collins)
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Preise und Auszeichnungen
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Wilhelm-Raabe-Literaturpreis, Dotation 30’000 Euro: Jonas Lüscher für «Verzauberte Vorbestimmung» (Hanser). Bayrischer Buchpreis, Dotation je 10’000 Euro sowie eine Figur aus Nymphenburger Porzellan: Dorothee Elmiger für «Die Holländerinnen» (Hanser) in der Kategorie Belletristik, Heike Geissler für «Verzweiflungen» (Suhrkamp) in der Kategorie Sachbuch und «Mama, bitte lern Deutsch» von Tahsim Durgun (Knaur), Bayern 2-Publikumspreis. Straelener Übersetzerpreis, Dotation 25’000 Euro: Claudia Sinnig für ihre «herausragende» Übertragung von «Vilnius Poker» von Ricardas Gavelis (S. Fischer) aus dem Litauischen sowie ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Straelener Übersetzerpreis (Förderpreis), Dotation 5000 Euro: Andreas Donat für seine Übersetzung von «Schatten und Wind» (Residenz) aus dem Schwedischen. Wortmeldungen-Förderpreis, Dotation insgesamt 15’000 Euro: Fred Heinemann, Berfin Silen und Hannes Zawodnik für ihre Texte zu den Themen Care, Arbeit und Sprache. BücherFrauen Literaturpreis, Dotation 10’000 Euro sowie die Statuette «Christine»: Friederike Hofert für ihre deutsche Übersetzung von «Was Hortensia nicht mehr erzählen konnte» (w_orten & meer) der spanischen Autorin Dulce Chacon.
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SRF-Bücherliste vom 30. Oktober bis 6. November
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SRF 1 Dini Mundart Schnabelweid, Donnerstag, 30. Oktober, 20 Uhr «so öppis wie d wahrheit» von Olga Lakritz, Der gesunde Menschenversand BuchZeichen, Dienstag, 4. November, 20 Uhr «Book of Lives» von Margaret Atwood, Piper «Was wir wissen können» von Ian McEwan, Diogenes SRF 2 Kultur Passage, Freitag, 31. Oktober, 20 Uhr «Ein Jahr in der Natur» von Josephine Johnson, Aufbau Passage, Sonntag, 2. November, 15 Uhr (Wiederholung) «Ein Jahr in der Natur» von Josephine Johnson, Aufbau Kulturplatz Talk, Montag, 3. November, 9 Uhr «Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus» von Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, Suhrkamp Kultur kompakt «L’orlo della vita» von Giogrio Orelli, Limmat «Das gute Übel» von Samanta Schweblin, Suhrkamp «so öppis wie d wahrheit» von Olga Lakritz, Der gesunde Menschenversand «Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus» von Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, Suhrkamp «Johann Strauss’ amerikanische Reise» von Bernhard Ecker und Peter Hoseck, Molden «Bally – Geschichte eines Schweizer Unternehmens» von Philipp Abegg und Martin Matter, Hier und Jetzt «Book of Lives» von Margaret Atwood, Piper «Wie das Meer nach Hause kam. Die Erfindung des Aquariums» von Bernd Brunner, Harper Collins
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